SPD gewinnt Vertrauen-doch der Weg ist weit

Niemand konnte erwarten, dass der SPD jetzt die Herzen der Wähler zufliegen. Zu viel Vertrauen ist verloren gegangen, oft auch durch schlechte politische Kommunikation zerstört worden. Umso mehr freut es mich aber, dass jetzt wieder eine neue Basis geschaffen und verlorenes  Zutrauen wiedergewonnen wurde. Das Wahlergebnis in NRW zeigt dies. Es liegt an der Spitzenkandidatin der NRWSPD, aber auch an unserem Programm. Wir haben die richtigen Schwerpunkte gesetzt (Arbeit, Bildung, Strukturelle Entwicklung) und kommen damit ins Gespräch. Natürlich sind auch oft kritische Stimmen dabei, aber gerade dies wollen wir ja. Ich würde mir eine SPD wünschen, die als großer Think Tank fungiert. Leitbild muss immer eine sozialdemokratische Vorstellung von Wirtschaft und Gesellschaft sein, aber prinzipiell darf es keine Denkverbote geben. Dies ist erst in Ansätzen verwirklicht; bedauerlicherweise fehlen der SPD auch die Mitglieder, um diesen Prozess aus eigener Kraft zu stämmen. Die Mitgliederzahl ist zwar im Vergleich zwischen heute und April 2009 nur leicht gesunken, aber der Trend zeigt eher nach unten. Weiterlesen

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Finanzteam der Bundesregierung verbreitet gute Stimmung

Peer Steinbrück und Karl v.&z. Guttenberg sind wie Schiller und Strauß (auch bekannt als Plisch und Plum

), zumindest kann man den Eindruck bekommen, wenn man deren kürzliche Pressekonferenz verfolgte. Während Guttenbergs Amtsvorgänger schwach war und selbst in seiner eigenen Partei keinen Rückhalt besaß, kann man mit dem jetigen Amtsinhaber zumindest wieder zusammenarbeiten. Dass dieses Bündnis nicht über den Herbst hinaus bestehen wird, haben beide bereits klar gestellt und reagierten ansonsten sehr souverän und besonnen, konzentriert auf ihre Stärken.

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