Sexi ist man-oder auch nicht

Die SPD möchte wieder sexi werden; dazu läuft bereits seit längerem eine Debatte zu der die Mitgleiderzeitung Vorwärts. Ich habe mich bewusst bis jetzt nicht beteiligt, könnte aber meine Ansicht kurz in einem Satz zusammenfassen: Sexi ist man oder man ist es nicht; alle Versuche dies durch irgendwelche Maßnahmen zu erzwingen, sind zum Scheitern verurteilt, weil sie aus der Partei etwas zu machen versuchen, was sie nicht ist. Ein Partei ist keine große Pop-Veranstaltung, die nur Spaß und Entertainment verspricht, sondern sie ist auch mit viel harter Arbeit verbunden. Vielleicht wird man kurzfristig Leute damit gewinnen ihnen solche oberflächlichen Dinge zu versprechen, aber dies wird nicht nachhaltig verfangen und ist auch kein Erfolgsrezept.  Sonst hätten die Parteien schon längst so gehandelt, hätten sich ein hippes Image gegeben und wären von Wahlsieg zu Wahlsieg gefahren. Hat es bei der FDP funktioniert? Funktioniert es bei den Grünen? Scheinbar, doch man muss vorsichtig sein diese „Anti-Parteien-Partei“(so sieht zumindest sie sich) in den Himmel zu loben. Ihr Höhenflug ist gebremst und ob wirklich regierungsfähig sind, wird sich erst nach den kommenden Wahlen zeigen. Auch zur Koalition in NRW werde ich mich vor diesem Hintergrund noch äußern.

Kurzum: Sexi allein reicht nicht, sofern es das in der Politik überhaupt gibt. Vor diesem Hintergrund wird die SPD auch nicht sexi, sondern sie wird als ehrliche und stetig arbeitende Partei langsam an Vertrauen gewinnen. Dies dauert seine Zeit, aber ich bin zuversichtlich und hoffe gerade, dass Frank Walter Steinmeier und Peer Steinbrück. Warum? Ganz einfach wegen ihr hohen Erfahrung und ihres brillianten Sachverstandes. Selbiges billige ich im übrigen auch Vertretern des linken Parteiflügels zu: Ein Poliprofiine Andrea Nahles ist ebenso wenig verzichtbar, wie eine Vordenker Ehrhard Eppler oder ein Heiko Maas, der sich zwar den Linken annäherte, sich aber nie von ihnen den Rang ablaufen ließ.

Diese Flügel sind gleichermaßen Teile der SPD, was Sigmar Gabriel aber bis heute nicht kapiert hat. Mit polemischer Angriffen äußerte es sich kürzlich über ein Positionspapier der Seeheimer. Egal was man von einzelnen inhaltlichen Punkten halten mag: Ein Parteivorsitzender sollte führen und moderieren können.  Eine solche Polemik gegen einen maßgeblichen Teil der Partei halte ich für absolut unwürdig.

Sigmar Gabriel wird selbst beurteilen müssen, ob dieses undemokratische Verhalten, das die SPD in einem klassisch undemokratischen und bürgerfernen Licht erscheinen lässt, dem Ziel sexi zu werden nützt. Ich glaube es nicht.

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Ein Gedanke zu „Sexi ist man-oder auch nicht

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