Kirchenkritik kommt zu sehr in Mode

Leider wurde auch Ostern erneut genutzt, um gegen die Kirche zu polemisieren.  Dies betrifft sowohl die Katholische Kirche, als auch die Christen in ihrer Gesamtheit. Zwar kann von einer offenen Störung der Osterfeierlichkeiten nicht die Rede sein, aber die Spitzen gegen gläubige Menschen waren unüberhörbar. Die WZ fragte Muss man in einer Kirche sein? eine Frage, die selbst gläubige Menschen mit einem Nein beantworten würden. Der ganze Tenor richtete sich dahin, dass Kirchen eigentlich überflüssig seien, unzeitgemäß und die Menschen damit sowieso nichts mehr anfangen könnten. Dies hatte nicht nur etwas damit zu tun, dass alle Massenorganisationen Mitglieder verlieren, sondern wurde schnell auch mit religiösen Fragen im engeren Sinne vermengt. So fragte der KStA, ob das Tanzverbot noch zeitgemäß sei. Positiv: 3von4 Befragten stimmten entweder zu oder tolerierten es zumindest; dieses Ergebnis hätte ich so auch nicht erwartet.
Die Grünen hingegen machen sich einen besonderen Spaß daraus hier zu sticheln und religiöse Gefühle zu verletzen: Sei es der Landesvorsitzende von Rheinland-Pfalz oder ein Landtagskandidat aus Wuppertal(der Kommentar wurde inzwischen gelöscht). Differenzierter argumentieren die Piraten; wie die „gegenseitige Rücksichtnahme“ aussehen soll bleibt zwar unklar, aber der Ansatz wirkt konstruktiv. Dies ist allerdings auch eine Partei, die einen Pfarrer auf Platz 2 der Landesliste und einen Freikirchler zum Pressesprecher gewählt haben. Berührungsängste bestehen also nicht.
Ich würde mich freuen, wenn auch die grüne BAG auch ein paar positive Impulse setzen würde und nehme natürlich ebenso meine eigene Partei in die Pflicht.

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3 Gedanken zu „Kirchenkritik kommt zu sehr in Mode

  1. „Kirchenkritik“ ist keine MODE, SONDERN der Aufschrei einer verletzten und betrogenen SEELE eines Menschen,
    der seine HOFFNUNG auf den lebendigen Gott und seinem Christus setzt und NICHT auf anmaßende und selbsterwähle Menschen und religiöse Hirten“! Anno 2010 v. P.S. der Wiedergeburtschrist!

    • Es tut gut mal den ganzen Artikel zu lesen. Denn es geht nicht nur um die Kritik an der Kirche als Institution, sondern auch an der Gemeinschaft der Gläubigen und am Glauben selbst.

  2. Pingback: Tweets that mention Kirchenkritik kommt zu sehr in Mode « Sebastian Steirl's Blog -- Topsy.com

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