Facebook-Debatte: Durchsuchungen bei „Dresden Nazifrei“

Für Wirbel sorgte ein Kommentar von mir bei Twitter, der parallel dazu bei Facebook erschien. Hiermit möchte ich ausdrücken, dass ich für die polizeilichen Maßnahmen durchaus Verständnis habe, die zur Beschlagnahmung von Material bei „Dresden Nazifrei“ führten. Um es einmal klar zu sagen, da es scheinbar nicht alle verstanden haben: Ich finde den Naziaufmarsch zu Kotzen. Würde die Nazis morgen von der Welt verschwinden, wäre sie schöner und reicher, aber solang es sie gibt, müssen wir uns politisch mit ihnen auseinandersetzen. Dagegen hilft nur demokratischer Protest, an dem ich selbstverständlich beteiligen werde. Es ist aber falsch zu „Blockaden“ oder anderen rechtswidrigen Maßnahmen zu reagieren und so den Nazis in die Hände zu spielen.

Es kann jedem Demokraten eigentlich gleich sein, was Neonazis denken; sie sehen unsern Staat ohnehin als Feind und wollen ihn langfristig beseitigen. Die Auseinandersetzung mit ihnen muss aber eine ruhige und demokratische sein; mit friedlichem Protest zeigt man mehr Flagge als mit Blockaden. Auch um die Sicherheit sollte man sich Gedanken machen: Im letzten Jahr konnten Zusammenstöße zum Glück verhindert werden, aber auf der Rückreise attackierten Nazis eine Gruppe Jusos auf einem Rastplatz. Dresden sollte nicht der Ort sein, um sich mit Blockaden oder anderen „Heldentaten“ hervor zu tun.  Wer es doch möchte, soll dafür selbst die Verantwortung tragen und sich nicht hinter Bündnissen oder Verbänden  verstecken.

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Ein Gedanke zu „Facebook-Debatte: Durchsuchungen bei „Dresden Nazifrei“

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