Debatten immer-Beschimpfungen nimmer

Gestern habe ich mir das Gelösnis der Bundeswehr anlässlich des 20 Juli angeschaut und mich in einem Tweet positiv über die Soldaten geäußert. Zwar etwas pathetisch, aber ohne Militarismus oder Soldatentum zu heroisieren. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Prompt wurde ich von einem Piraten als Bellizist bezeichnet.

Gelöbnis der Bundeswehr (Quelle: Wikipedia)

Dazu möchte ich eins mal ganz klar sagen: Ich diskutiere mit jedem, der mich sachlich kritisiert, aber ich lasse mich nicht verumglimpfen. Ich war in Verdun,Verdun: Eine Mahnung gegen jeden Krieg (Quelle: verdun14-18.de) habe gegen den Irak-Krieg protestiert, debattiere mit Soldaten der Bundeswehr und versuche ein differenziertes Bild der Bundeswehr in unserer Gesellschaft zu entwickeln. Fakt ist: Nach dem Ende des Kalten Kriegs wird eine Armee klassichen Typs nicht mehr benötigt; Fakt ist aber auch: In der Gesellschaft hat es nie eine echte Debatte über die Rolle der Bundeswehr gegeben. Einige wollen diese Debatte auch gar nicht, sondern bezeichnen die Bundeswehr pauschal als Kriegsarmee und würdigen die Arbeit der Soldatinnen und Soldaten herab.

Ich vertrete keinen blinden Gehormsam. Schlimme Ereignisse, wie der Tod eines afghanischen Zivilisten müssen schnell und transparent aufgearbeitet werden. Ich weiß aber auch: Von einer friedlichen Welt, wie ich sie mir auch wünsche sind wir noch weit entfernt und brauchen deshalb auch noch Soldaten.