Aktionen der Linksextremisten müssen Konsequenzen haben

Während der Maikundgebung der DGB in Wuppertal, ist es zu vereinzelten Ausschreitungen gekommen. Zunächst wurde Franz Müntefering

Franz Müntefering beim 1 Mai

Franz Müntefering beim 1 Mai (Quelle: DGB)

, den der DGB als Hauptredner eingeladen hatte, mit Hau ab-Rufen, begrüßt. Später drohte die Situation zu kippen, als mehrere Fanatiker auf die Bühne zustürmten und versuchten Münte anzugreifen. Nur dem schnellen und besonnenen Eingreifen der Polizei ist es zu verdanken, dass schlimmeres verhindert werden konnte. Nun versuchen Linksextremisten den Fall unzukehren: Im Internet kursieren Artikel, welche SPD&Juso-Mitglieder gewaltsamer Übergriffe bezichtigen, bis hin zu dem absurden Vorwurf, dass „auf die Kritiker mit Fäusten eingeprügelt, mit Fahnenstangen geschlagen, gewürgt und zu Boden getreten.“ sein soll. Dass DKP, MLPD und vereinzelte Linksautome vorher in brutalster Weise nach vorne drängten und friedfertigen Juso-Mitgliedern ins Gesicht sprangen (verbal), wird hier verschiegen.

Die Vorwürfe sind haltlos. Die Jusos-Wuppertal sollten dagegen in geeigneter Weise, zumindest aber politisch vorgehen.

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11 Gedanken zu „Aktionen der Linksextremisten müssen Konsequenzen haben

  1. OFFENER BRIEF AN DIE WZ
    Nachfolgend wird ein offener Brief an die WZ-Redakteure Manfred Görges und Andreas Lukesch dokumentiert, der sich mit der Berichterstattung der einzigen Lokalzeitung zur DGB-Kundgebung mit Franz Müntefering in Wuppertal am 1.Mai 2009 auseinandersetzt. Zu dieser Kundgebung waren etwa 350-500 Zuhörer erschienen, der Vortrag des SPD-Vorsitzenden und ehemaligen Vizekanzlers wurde durchgängig durch „Heuchler“ und „Lügner“-Rufe sowie durch Pfiffe von etwa einem Drittel der Teilnehmer gestört. Die WZ berichtete darüber am Samstag, den 2.Mai mit einem Artikel von Manfred Görges und einem Kommentar von Andreas Lukesch.

    Ihre Berichterstattung zum 1.Mai 2009 in Wuppertal

    Sehr geehrte Herren Görges und Lukesch.

    Sie, Herr Lukesch, schreiben in ihrem Kommentar vom 02.05. zur DGB-Kundgebung auf dem Laurentiusplatz: „(…) Ein Aufbegehren, der Volkszorn, der die wütenden Menschen auf die Strasse gehen lässt, sieht anders aus. (…) Der ‚kleine Mann hielt still‘. (…)“. Gleichzeitig wissen Sie, Herr Görges, im Artikel von einem „Pfeifkonzert der Ultra-Linken“ zu berichten, das wiederum Sie, Herr Lukesch, den „üblichen hohlen Krakeelern“ zuschreiben.

    Wie bitte hätten Sie es denn gern? Wie spielt sich ein „Aufbegehren“ des „Volkszorns“ vor ihrem inneren Auge denn ab? Benötigt es dafür brennende Autoreifen, oder festgesetzte Vorgesetzte? Das fällt für Sie doch wohl eher unter Krawall und Terror? Oder dachten Sie an zart vorgetragene Bitten wohlgeordneter Betriebsratsabordnungen?

    Wenn massive Proteste vieler Kundgebungsteilnehmer reflexartig „hohlen Krakeelern“ und „Ultra-Linken“ zugeordnet werden, fällt es natürlich schwer, die Stimmung in der Bevölkerung auszumachen. Dabei ist es doch ganz einfach: Solange die politisch Verantwortlichen, die heute gegen die Bedingungen sprechen, die sie selber auf den Weg gebracht haben, eine geforderte „friedliche Unterhaltung“, (Müntefering an die Protestler am 01.05.), als lautsprecherbeschallte Einbahnstrasse definieren, werden sie keine Massen mehr mobilisieren können – und jene, die noch kommen, werden sich immer weniger als willfährige Claqueure missbrauchen lassen.

    War die Teilnehmerzahl von etwa 350 Zuhörenden – der grosse Rest hielt sich an Getränkeständen auf, oder frühstückte in einem der Cafés am „Laurentius“ – für die SPD – (es sprach immerhin ihr Bundesvorsitzender) – ohnehin schon ein erbärmliches Armutszeugnis, so waren die lautstark vorgebrachten „Lügner“- und „Heuchler“-Rufe und das Pfeifkonzert eines Drittels davon die direkte Konsequenz der Versuche Franz Münteferings, die Leute wiederholt für dumm zu verkaufen, indem er versuchte, die Verantwortung der SPD für Sozialabbau und Shareholder-Value-Fixierung der Regierungspolitik hinter wohlfeilen Appellen und quasioppositionellen Forderungen zu verstecken. Die gut hörbaren Proteste waren eine schallende Ohrfeige für die Sozialdemokraten, gerade, weil sie nicht von „Ultra-Linken“, sondern von wesentlichen Teilen des DGB und vielfach auch von ehemaligen SPD-Parteigängern kamen. Die von ihnen ausgemachten „Ultra-Linken“ waren in ihrer Mehrzahl jedenfalls gar nicht da, diese versammelten sich nämlich zeitgleich zur Demonstration an der Gathe. Es handelte sich auf dem Laurentiusplatz um einen Querschnitt der Wuppertaler Bevölkerung – es würde daher auch sehr verwundern, wenn die SPD nach den Ereignissen von Freitag noch eine öffentliche Grossveranstaltung in Wuppertal zur Bundestagswahl im Herbst einplante – zu deutlich war die Ablehnung ihres Vorsitzenden, sei es – unsichtbar- durch schlichtes Fernbleiben des Volkes, sei es – hörbar – durch die lautstarken Proteste vieler Anwesender.

    Wenn ihr journalistischer Horizont jedoch unmittelbar jenseits eines SPD-Parteibuchs nur noch „ultralinke Krakeeler“ erkennen kann, muss man annehmen, dass es ihnen nicht um Berichterstattung, sondern um reine Stimmungsmache geht, der es hauptsächlich darauf ankommt, ein verarmtes, aber heimeliges und ruhiges Wuppertal zu zeichnen. Sie reihen sich damit hinter OB Jung ein, der sich – wie man ihrem Artikel entnehmen kann – nicht zu schade war, sich für den Unmut seiner Bürger beim ehemaligen Vizekanzler zu entschuldigen.

    Dabei wäre es längst an der Zeit, dass die einzige Tageszeitung Wuppertals sich an die Seite ihrer Leser stellt, und auch jenen eine Stimme verleiht, die sich am Freitag erneut nur durch Rufe und Pfiffe vernehmbar machen konnten, anstatt krampfhaft die Illusion einer kuscheligen und harmonieseligen Stadt an der Wupper herbeizuscheiben, in der eben „viele lieber der Sonne ins Grüne folgen“. Dort wären Sie, scheint’s, offenkundig auch lieber gewesen…

    Der von Ihnen vermisste „Volkszorn“ ist jedenfalls ausreichend vorhanden, man muss ihn nur wahrnehmen wollen. Doch dann müsste eine Zeitung auch über die, im Anschluss an die DGB-Kundgebung stattgefundene, starke und wieder einmal von skandalösen Repressionen begleitete, linksradikale Demonstration zum Ölberg berichten, zumal sich dort, allen bedrohlichen Umständen zum Trotz, etwa doppelt soviele Teilnehmer versammelten als zuvor an der Bühne des Laurentiusplatzes. Dass sie diese am 02.05. lediglich mit dürren Zitaten des Polizeiberichtes in einem Einspalter auf Seite 4 des Lokalteiles würdigen, passt leider ins schiefe Bild, das man durch ihre Artikel zur DGB-Kundgebung erhalten muss – es überrascht einen aufmerksamen Leser ihres Blattes jedoch nicht wirklich.

    Mit freundlichen Grüssen

  2. ach komm, ihr weltfremden juso-deppen, die die spd für „links“ halten, habt doch damals beim schröderbesuch zusammen mit einigen falken auch mit schirmen auf diejenigen eingeschlagen, die ihren unmut durch pfiffe geäußert haben.
    und am freitag seid ihr sehr wohl gegen mindestens eine euch unliebsame person gewaltsam vorgegangen, ein linker skinhead (den ihr deppen als nazi betitelt habt..) wurde von euch zu boden gerungen und dann den bullen übergeben – ich stand daneben. sein vergehen: er hat gepfiffen.

    • Pfeifen tut man nicht mit den Armen und indem man sich gewalttätig an anderen Teilnehmern vorbei drängelt.

  3. soso.. nicht genehme, unangenehme, kritische kommentare werden hier also nicht veröffentlicht.. SEHR demokratisch, der herr…

    • Jemand der sich „Fanatiker“ nennt muss gerade von Demokratie reden.

  4. von ausschreitungen kann allerdings keine rede sein – ihr habt wohl noch keine erlebt?!

  5. Wäre mir die Umfrage peinlich, hätte ich sie gelöscht. Ich behalte mir natürlich vor beleidigende Kommentare raus zu nehmen, aber hättet Ihr Euch die Mühe gemacht meinen Kommentar zu lesen https://sebastiansteirl.wordpress.com/2009/02/08/was-ist-meinungsfreiheit/#comment-4 , anstatt in paranoider Weise Behauptungen aufzustellen, hättet Ihr gewusst, dass mein Ziel nur ist Spam zu verhindern.
    Leider hat hier niemand den Mut sich zu erkennen zu geben, aber das haben wir ja auch schon am 1 Mai erlebt.

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